Hochbeete, Trockenmauern, begrünte Parkplätze und ein Brennesselbeet. Hier geben wir Infos über Kitas, die im Projekt aktiv sind.
(1/2023) An fast 100 Kitas sind mittlerweile Kita-NaturbotschafterInnen aktiv. Dort setzen sie viele praktische Naturschutzprojekte um und fördern so die Biodiversität. Damit Eltern, BesucherInnen und die Öffentlichkeit auch erfahren, was in den Kitas vor Ort passiert, erhalten die Kitas nun alle Plaketten, die sie als Projektbestandteil auszeichen. So wird sichtbar, dass die Kitas einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biologischen Vielfalt im Wohnumfeld leisten können. Im Sinne von "mehr Stadtnatur" können naturnahe Elemente in Kitas wildlebenden Tieren und Pflanzen ein Zuhause bieten. Gleichzeitig können die Kinder hier Natur hautnah erleben.
Was viele Erwachsene einfach nur dreckig und eklig finden, in der Erde rumwühlen und Regenwürmer suchen, finden die meisten Kinder großartig. So auch die Kinder in der Kita von Naturbotschafter Alfred Welter in Strohn. Sie sind immer mit Begeisterung dabei, wenn montags der "Bauer Welter" kommt und mit ihnen baut, bastelt, beobachtet und buddelt. Trotz Regen und Kälte können es die Kinder kaum erwarten und stehen schon mit Matschhose, Regenjacke, Gummistiefeln und Schäufelchen bereit. Heute gehts auf das von Alfred angelegte kleine Feld, wo im Frühjahr wieder eingesät wird, um dieses umzugraben. Alfred hält noch eine weitere Überraschung parat, denn heute will er mit der Kindergruppe einen Regenwurmschaukasten bauen. Die Kinder quietschen vor Freude bei jedem Regenwurm, den sie finden und der später ins Schauglas darf. Gemeinsam wird der Schaukasten mit verschiedenen Erd- und Sandschichten befüllt, um später sehen zu können wie die Regenwürmer die verschiedenen Schichten vermischen. Vorsichtig legen die Kinder die Regenwürmer in den Kasten. Jetzt fehlt nur noch etwas Futter wie Blätter, Gras und Laub und etwas aufgesprühtes Wasser, denn die Tiere brauchen ja Nahrung und Nässe. All das erklärt Alfred den Kindern, bevor der Regenwurmschaukasten bis zum nächsten Montag mit in die Kita darf, wo die Kinder die Regenwürmer beim Wühlen und Fressen beobachten werden.
Rita Niebling berichtet im Interview mit dem Sender Antenne Trier über ihre vielfältige Arbeit als Kita-Naturbotschafterin. Bei gemeinsamen Aktionen entstehen Naturoasen in der Kita, die den Blick und die Sensibilität der Kinder für die Natur schärfen. Die Arbeit ist nicht nur ein Gewinn für die Kita, auch für die Naturbotschafterin ist das Engagement eine Bereicherung.
Zur Unterstützung der heimischen Gartenvögel im Winter wurden in der Kita Schloss Ardeck in Gau-Algesheim mit allen Vorschulkindern Futterglocken gebaut. Durch die Futterglocken auf dem Außengelände werden verschiedene Vögel angelockt, die die Kinder beobachten können.
Die Naturbotschafterin Margret Behrend beschäftige sich den Sommer über gemeinam mit den Kindern der Kita in Pelm sehr ausführlich mit den Wildbienen. Die Kinder zeigten keinerlei Scheu beim Thema oder beim Beobachten der wilden Bienchen auf der angelegten Wildblumenwiese vor der Kita. Highlight der Veranstaltungsreihe war natürlich der Bau einer eigenen Wildbienendose, die die Kinder befüllt und mit Stoff beklebt haben und stolz mit nach Hause nehmen durften. Zum Abschluss erhielten alle Kinder eine Urkunde über die Teilnahme an der Wildbienenreihe. Den Winter über steht nun die Neugestaltung und Bepflanzung der wilden Blühwiese an.
Auf die Plätze... fertig... los... Die Kinder aus der Kita St. Martin in Riol können es kaum erwarten, dass ihre Naturbotschafterin Helga Schmitz endlich mit der Schubkarre voll Erde und Materialien für die geplanten "Mini-Hochbeete" eintrudelt. Hibbelig sitzen alle im Kreis und warten. Dann geht die Tür auf und Helga kommt wie immer mit einem strahlenden Lächeln rein, lacht und begrüßt die Kinder. Bevor es losgeht besprechen alle die Aktion und überlegen zusammen den besten Standort für die Hochbeete. Helga erarbeitet mit den Kindern gemeinsam, was Pflanzen alles zum Wachsen brauchen und damit es ihnen gut geht. Die Kinder bestaunen die verschiedenen Erden und die von Helga vorgezogenen Pflanzen. Zusammen werden die drei kleinen Hochbeete mit Erde befüllt, bepflanzt und auch Saatgut wird ausgebracht. Nach rund zwei Stunden sind alle platt. Stolz gießen die Kinder eifrig zum Abschluss ihr Tageswerk, bevor es zum Mittagessen geht. Bald schon können dafür erste Leckereien geerntet werden.
Heckenpflanzen, Wildbienen schützen und das Entdecken der Naturvielfalt stehen bei der Kita Polch ganz oben auf der Agenda. Kita-Naturbotschafterin Marie-Theres
Klöckner ist auf vielen Feldern für die Natur in der Kita aktiv.
Hier gibts mehr Informationen.